Bergunfall: 16-jähriger Bursche wurde zum Helden

Ein 50-Jähriger zog sich Freitagmittag bei einem Wanderunfall am Hohenwart schwere Verletzungen zu. Sein Stiefsohn tat alles daran, die Retter auf ihn aufmerksam zu machen. So konnte der Mann bei tiefwinterlichen Bedingungen wesentlich schneller geborgen werden.

Ohne das mutige Verhalten seines 16-jährigen Stiefsohns wäre dieser Bergunfall für einen Mann (50) aus dem Bezirk Murtal vermutlich noch weit schlimmer ausgegangen: Die Beiden waren am Freitag am Hohenwart (Gemeinde Pusterwald) unterwegs, als der 50-Jährige plötzlich ausrutschte.

Er konnte sich nicht mehr halten, stürzte rund 100 Meter über steiles und felsiges Gelände ab und blieb schwer verletzt an einer schwer einsehbaren Stelle in einem Bachbett liegen. Er konnte schlussendlich von einem Hubschrauber des Innenministeriums per Seil geborgen, dem Roten Kreuz übergeben und in das LKH Judenburg eingeliefert werden.

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Doch davor hatte der Bursche bereits Bemerkenswertes geleistet: Er rief zunächst mangels Handyempfang die Notrufnummer 112. Schließlich stieg er – bei Schneegestöber, Wind und starkem Nebel – durch unwegsames Gelände ab, um den Bergrettern Pöls entgegenzugehen. Für Einsatzleiter Heinz Tatschl ist der 16-Jährige der „Held des Tages“ gewesen, er habe „mit einem Herz wie ein Löwe“ dafür gesorgt, dass der Einsatz wesentlich verkürzt werden konnte.

 

Fliegen war zunächst unmöglich

Denn, so Christian Huber, dem Leiter der Alpinen Einsatzgruppe am Bezirkspolizeikommando Liezen: Nach dem Notruf gegen Mittag habe zunächst der Rettungshuschrauber aus Niederöblarn einen Suchflug durchgeführt, „bis ihm der Sprit ausging beziehungsweise es flugtechnisch wegen der Wetterbedingungen nicht mehr möglich war“. Als sich das Wetter gegen 16.30 Uhr kurzzeitig besserte, konnte ein Polizeihubschrauber den Schwerverletzten schließlich bergen.

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„Die Bergrettung hat super Arbeit geleistet“, betont Huber. Deren Einsatzleiter Tatschl erzählt, die Bergretter hätten bereits alles für den Bodentransport bereit gehabt, da unklar war, ob der Hubschrauber noch fliegen konnte. Und: Nur wenige Wochen davor habe die Bergrettung im Murtal bei ähnlichen Verhältnissen einen solchen Einsatz geübt.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/5310736/Woelzer-Tauern_Bergunfall_16jaehriger-Bursche-wurde-zum-Helden

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